• Chodschali- warum Armenien zu seinen Verbrechen stehen muss.

    Am 22. Februar 2020 versammelten sich am Nachmittag auf dem Pariser Platz in Berlin rund eintausend Teilnehmer, um dem Jahrestag des Chodschali-Massakers zu gedenken. In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1992 griffen armenische Einheiten die aserbaidschanische Stadt Chodschali an, wobei Zivilisten auf brutale Weise ermordet wurden. Die armenischen Einheiten übten das Attentat mithilfe des 366. motorisierten russischen Schützenregiments aus. Infolge dieses grauenvollen Massakers gab es 613 Todesopfer, darunter befanden sich 106 Frauen und 63 Kinder. Von 1275 Geiseln sind 150 bis heute spurlos verschwunden.   Diese Ereignisse werden von der Seite Aserbaidschans als Völkermord bezeichnet, da die armenischen Einheiten die kleine Stadt Chodschali komplett ausgelöscht haben. Ob…

  • Massaker von Chodschali – Verbrechen gegen die Menschlichkeit

    https://youtu.be/xwgp-8mEJ1oDas Massaker von Chodschali gilt als eines der größten Gräueltaten gegen die Menschlichkeit im 20. Jahrhundert. In der Nacht von 25. auf 26. Februar 1992 stürmten armenische Einheiten mit Hilfe des 366. motorisierten russischen Schützenregiments die Stadt Chodschali in Bergkarabach und ermordeten in nur einer einzigen Nacht 613  aserbaidschanische Zivilisten. Unter den Getöteten befanden sich 106 Frauen und 63 Kinder.  Es war kein gewöhnliches Massaker, sondern ein Akt des Genozids. Gefolgt von ihrem tiefsitzenden Hass auf Aserbaidschaner verfolgte die armenische Seite ein klares Ziel, die gesamte Stadt von der Landkarte zu tilgen. Die unschuldigen Bewohner von Chodschali wurden auf kaum vorstellbare Art und Weise massakriert.  Die russische Menschenrechtsorganisation „Memorial“ berichtete von mehreren Dutzend Ermordeten, die entweder skalpiert oder denen die…

  • Mezamor in Armenien

    Kernkraftwerk Mezamor in Armenien

    Das armenische Kraftwerk Mezamor mit zwei Druckwasserreaktoren (mit einer Leistung von jeweils 400 Megawatt) wurde zu Sowjetzeiten zwischen 1976 und 1979 erbaut. Es befindet sich 30 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Jerewan – an einem Ort, an dem die arabische und die eurasische Erdplatte aufeinandertreffen und daher eine hohe seismische Aktivität herrscht. Mezamor ist eine tickende Zeitbombe. Nur 60 Kilometer nördlich vom Kraftwerk liegt die Stadt Spitak, wo sich im Jahr 1988 ein zerstörerisches Erdbeben mit 25.000 Toten ereignete. Damals konnte man als Vorsichtsmaßnahme beide Reaktoren abschalten. Doch die Region birgt bis heute ein gefährliches seismisches Potential und bedroht neben Armenien auch die benachbarten Länder Türkei, Georgien und Aserbaidschan.https://www.youtube.com/watch?v=DLiTtmCngU0&t=54s FLUGZEUGABSTURZ 1988…

  • Uwe Halbach

    Interview mit Kaukasus-Experte Dr. Uwe Halbach

    Interview mit Kaukasus-Experte und ehemaligem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin Uwe Halbach. Fragen: 1. Herr Halbach, „Karabach-Armenier wurden in der Sowjetzeit genozidiert“, „Stalin hat Karabach an Aserbaidschan verschenkt“, „Bis 1918 gab es keine Staatlichkeit in Aserbaidschan“ etc. Wie stehen Sie zu diesen Behauptungen? 0:20 2. Nach Aprilkämpfen 2016 erwarb Armenien hochmoderne russische „Iskandär“-Offensivraketen. Was bedeutet dieser Schritt für weitere Dimension des Berg-Karabach-Konfliktes? 4:48 3. Glauben Sie, Russland werde nach der Krim-Annexion einem ähnlichen Muster auch im Falle Abchasiens und Südossetiens folgen? 9:35 4. Warum sind aus ihrer Sicht die Ergebnisse der Gallup-Umfrage von 2015, wonach Armenier und Georgier mehr, Aserbaidschaner dagegen weniger religiös ausgeprägt sind, überraschend?…

  • Interview mit Prof. Dr. Udo Steinbach

    1. Wie effektiv sollte sich die muslimische Community aus ihrer Sicht in Zeiten zunehmender Entfremdung, die ja auf Terrorangriffe der letzten Jahre in westlichen Großstädten zurückführt, einbringen, um den Eindruck eines friedfertigen Islams zu vermitteln? 0:14 2. Als Reaktion auf den kurz andauernden Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan Anfang April 2016 rückte in deutscher Öffentlichkeit vor allem jedoch in der Medienlandschaft der religiöse Aspekt zwischenstaatlicher Auseinandersetzung in den Vordergrund, obwohl Religion in diesem Konflikt so gut wie keine Rolle spielt. Welche plausiblen Gründe können sie dafür aufführen? 2:21 3. Was glauben Sie: Inwiefern unterscheidet sich der Islam in Aserbaidschan vom Islam in anderen muslimischen Ländern der Welt? 5:35 4. Welche…

  • Heiko Langner

    Gespräch mit Heiko Langner – Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag

    Im Rahmen des Talk&Cay Projekts war am 10. Juli 2015 Heiko Langner  zu Gast beim ASN-Büro in Berlin. Der Berliner Politikwissenschaftler beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Südkaukasusregion. 2009 ist beim Berliner Köster-Verlag sein  Buch „Krisenzone Südkaukasus. Berg Karabach, Abchasien und Südossetien im Spannungsfeld von Identität, Völkerrecht und geopolitischen Interessen“ erschienen. Außerdem arbeitet er hauptberuflich   als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Katrin Kunert. Auf der Veranstaltung wurde über unterschiedliche Themen in Bezug auf Aserbaidschan sowie über den Berg-Karabach-Konflikt mit Armenien gesprochen.. An dem  Gespräch waren  nicht nur Mitglieder der ASN beteiligt, sondern auch zwei Vertreter des Jüdischen Studentenzentrums haben die Runde mit ihren Fragen bereichert. Zunächst hat…

  • Assyrer im muslimischen Aserbaidschan

    Von Samir Hasanov  Doktorand an der Universität zu Köln Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung E-Mail: Samir.Hasanov85@yahoo.com Seinerzeit beherrschten Sie große Teile des heutigen Iraks (im Altertum als Mesopotamien bekannt), Irans und Norden Syriens. Bis in die östlichen Gebiete des Alten Ägyptens ragte ihr Herrschaftsgebiet hinein. Sie, Assyrer, haben das erste Großreich der Weltgeschichte (zwischen 13. – 7. Jahrhundert v. Chr.) etabliert. So unangefochten und unerschütterlich ihre Herrschaft einst zu sein schien, kam der Niedergang im Zenit ihrer Macht im Jahre 609 v. Chr. völlig überraschend, als Babilonier und Meder, ehemals Untertanen der Assyrer, das Schicksal des durch den lang anhaltenden Bürgerkrieg abgeschwächten Weltreiches besiegelten. Die blühende Hauptstadt Ninive (im nördlichen Irak) und zahlreiche Ortschaften…

  • Matthias Wolf – Kommentar zur Berichterstattung von n-tv über die Lage in Bergkarabach und die Rolle Aserbaidschans und der Türkei

    Wenn man sich über den Konflikt zu Bergkarabach Gedanken macht, reicht es zunächst nicht, diesen auf die Ereignisse in den Jahren 1991-1994 zu reduzieren, die vor allem in Aserbaidschan von armenischer Seite immer wieder Aggressionen konstatieren lassen. Jene Ausschreitungen lassen immer wieder scheinbar den Schluss zu, dass es sich um einen inter-ethnischen oder interreligiösen Konflikt handeln könnte. Doch ist diese Klassifizierung wirklich stichhaltig? Nach Aussagen des Nachrichtensenders n-tv kann der unkritische Zuschauer sich zu etwaigen Annahmen verleiten lassen, wären da nicht berechtigte Zweifel an dem Wahrheitsgehalt bestimmter Äußerungen, die nichts mit Analyse oder einem neutralen Bericht, sondern vielmehr mit der gezielten Vermittlung von Klischees und Feindbildern zu tun haben. So…

  • Wissenschaftler diskutieren über den Berg-Karabach-Konflikt

    Der Berg-Karabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan, der Anfang April wieder aufgeflammt war und auf beiden Seiten viele Menschenleben gekostet hat, war am 9. Juni Diskussionsthema im Europäischen Informationszentrum in Berlin. Mehrere Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen setzten sich mit den völkerrechtlichen, historischen, politischen und geopolitischen Aspekten einer Lösung auseinander, die trotz der mehr als 20jährigen Vermittlung der sog. Minsk Gruppe der OSZE bis heute nicht gelungen war.   Für einen Fortschritt im Lösungsprozess sei zunächst die Rückgabe der besetzten sieben anliegenden Bezirke um das Konfliktgebiet Berg-Karabach unter aserbaidschanische Kontrolle unerlässlich, sagte der Hauptredner der Veranstaltung Heiko Langner, der mit den Territorialkonflikten im Südkaukasus gut vertraute Politikwissenschaftler und Konfliktforscher. Er unterstich die…

  • Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Berg-Karabach

    Foto: Wikipedia Asif Masimov Im Hintergrund dieses Konfliktes ist die ethnische und nationalistische Politik der Sowjetunion nachvollziehbar, da eine Nation gegenüber einer anderen bevorzugt wurde. Im Dezember 1920 entschied das Komitee des sowjetischen Aserbaidschan unter dem Druck der Sowjetunion, Karabach, Sangesur und Nachitschewan an Armenien anzugliedern. Nach dem Protest des damaligen aserbaidschanischen Chefs Narimanov wurde aber nur Sangesur an Armenien abgegeben.1 Es soll hier gleichzeitig erwähnt werden, dass diese drei Gebiete auch Bestandteil der ersten unabhängigen Aserbaidschanischen Republik2 im Zeitraum 1918 bis 1920 waren.3 Bezugnehmend auf diesen Konflikt verbreitete sich in armenischen akademischen Kreisen oft die Meinung, dass im Kaukasus seit jeher ein armenischer Staat existierte und die Aserbaidschaner erst…