aserbaidschan

Schwarzer Januar von baku – 20.01.1990

Ein weiterer Grund, der bis heute die Berichterstattung zu Aserbaidschan allgemein beeinträchtigt, ist die Schwierigkeit, dass viele Europäer Aserbaidschan als Land weder kennen noch einordnen können. Wenige wissen beispielsweise über die banalsten Fakten wirklich Bescheid, sei es die Tatsache, dass Aserbaidschan im Kaukasus liegt, einmal eine Sowjetrepublik war oder gar, dass bereits 1918 Frauen in der ersten (noch islamischen) Republik Wahlrecht genossen. Man kann daher auch ein geschichtliches Detailwissen von vielen deutschen Bürgern nicht erwarten, egal, ob es dabei um den „Schwarzen Januar“ oder die deutschen „Kolonien“ Helenendorf, Annenfeld und Georgsfeld geht. Dass nämlich die deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen wesentlich älter sind, als man gemeinhin annehmen mag, ist vielen Deutschen ebenfalls nicht bewusst. Während deutsch-russische Beziehungen heute wieder Schritt für Schritt aufgearbeitet werden, findet dies eben am Beispiel Aserbaidschans kaum statt, selbst wenn man die aktuell guten diplomatischen Beziehungen mit berücksichtigt.

Interview mit PD Dr. Michael Reinhard Heß

Bodenstedt hatte anfangs ja den Eindruck erweckt, er habe Gedichte (oder „Lieder“, wie er sie nannte) von Vazeh übersetzt, hat diese Aussage unter öffentlichem Druck aber später zurückgenommen und eingestanden, die „Lieder“ tatsächlich selber gedichtet zu haben (bis auf ganz wenige Verse, die vielleicht Nachdichtungen orientalischer Originale sind, die aber nicht unbedingt von Vazeh stammen müssen). Bis heute sind auch vermeintliche Originale der „Lieder“ nirgends aufgetaucht. Es gibt also zwei Behauptungen, die es zu überprüfen gälte. Erstens: Existieren Originalgedichte oder -lieder von Vazeh, auf die Bodenstedts „Lieder“ zurückgehen könnten?

Piti – Eintopf aus Aserbaidschan

Die Piti-Suppe ist ein traditionelles Gericht aus Aserbaidschan. Sie wird aus Lammfleisch, Kichererbsen, Safran und etwas Lammfett in einem speziellen Tontopf gekocht und auch darin serviert.

Euronews-Reporter Sergio Cantone: „Piti ist eine Spezialität aus Sheki, einer alten Stadt an der Seidenstraße in Aserbaidschan. Das Gericht besteht aus Lamm, Safran und lokalen Zutaten.

Steht das Essen auf dem Tisch, gießt man die Suppe in einen Teller und würzt sie mit etwas zerdrückten Berberitzen-Beeren.

Zamir Salahov, Inhaber des Cennet Bagi Restaurants: „Die Piti-Suppe ist seit jeher eine Spezialität in Sheki. Früher aßen sich daran einheimische Bauern satt, heute liebt die Suppe jeder.“

Unterwegs entlang der Seidenstrasse | Von Sheki nach Baku in Aserbaidschan

Die dritte Etappe entlang der Seidenstrasse führt Erich Gysling durch Aserbaidschan, von Sheki über Naftalan nach Baku. Von traumhaften Teppichen, heilenden Ölbädern, riesigem Rohstoff-Reichtum, vergessenen Vertriebenen und hinreissenden Liebesgeschichten.