• Chodschali – Die blutende Wunde Aserbaidschans. (Warum Verschweigen keine Lösung ist)

    Matthias Wolf Sprachwissenschaftler und Lehrer (Potsdam) <p style="text-align: right;"><a href="https://www.alumniportal-aserbaidschan.de/2020/02/25/chodschali-die-blutende-wunde-aserbaidschans-warum-verschweigen-keine-losung-ist/?fbclid=IwAR2bL6Z92vG4rZVKe12zDd70YvGWttVyEyuf2w6pLDJmVJjUcX4HxkhtOdw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fürs Alumniportal Aserbaidschan </a></p> Ende Februar 1992: Mit russischer Unterstützung marschieren armenische Truppen in einer Nacht- und- Nebel-Aktion in eine Kleinstadt ein und ermorden über 600 unbewaffnete Zivilisten. Unter den Opfern befinden sich fast ausschließlich Frauen, Kinder und Alte. Von einem militärisch- strategischen Hintergrund ist also nicht auszugehen. Stattdessen geht es um eine Annektion. Seit den frühen 1920er-Jahren per Dekret des Obersten Sowjets in Moskau zu Aserbaidschan gehörte und schon immer von beiden Ethnien diesseits und jenseits der aserbaidschanisch-armenischen Grenze bewohnt wurde, soll nach dem Willen der neuen armenischen Regierung zum Staatsgebiet Armeniens zugeschlagen werden. Obwohl auch nach der…

  • Pogrom in Sumgait – Videografik

    https://www.youtube.com/watch?v=Dv8Hi8vywEY&t=1sAm 28. Februar 1988 kam es in der aserbaidschanischen Stadt Sumgait zu Pogromen gegen Armenier. Folge: 32 Tote, darunter 26 Armenier und 6 Aserbaidschaner Es war der Beginn ethnischund nationalistisch motivierter Gewaltausbrüche der damaligen Sowjetunion. Für viele Armenier einer der wichtigsten Gründe für die Abspaltung Bergkarabachs von Aserbaidschan. Doch was ging diesen tragischen Ereignissen wirklich voraus? Ende 1987 begann die armenische Seite, Aserbaidschaner aus ihren Heimatorten in der südarmenischen Region Kapan massenhaft zu vertreiben. Die allererste Flüchtlingswelle des wiederaufflammenden Bergkarabach-Konflikts erreichte Aserbaidschan im Januar 1988 aus dieser Region. Die Vertriebenen wurden in der Industriestadt Sumgait (20km nördlich von Baku) angesiedelt. Sie berichteten von Diskriminierungen und Gräueltaten, denen sie in Armenien…

  • Massaker von Chodschali – Verbrechen gegen die Menschlichkeit

    https://youtu.be/xwgp-8mEJ1oDas Massaker von Chodschali gilt als eines der größten Gräueltaten gegen die Menschlichkeit im 20. Jahrhundert. In der Nacht von 25. auf 26. Februar 1992 stürmten armenische Einheiten mit Hilfe des 366. motorisierten russischen Schützenregiments die Stadt Chodschali in Bergkarabach und ermordeten in nur einer einzigen Nacht 613  aserbaidschanische Zivilisten. Unter den Getöteten befanden sich 106 Frauen und 63 Kinder.  Es war kein gewöhnliches Massaker, sondern ein Akt des Genozids. Gefolgt von ihrem tiefsitzenden Hass auf Aserbaidschaner verfolgte die armenische Seite ein klares Ziel, die gesamte Stadt von der Landkarte zu tilgen. Die unschuldigen Bewohner von Chodschali wurden auf kaum vorstellbare Art und Weise massakriert.  Die russische Menschenrechtsorganisation „Memorial“ berichtete von mehreren Dutzend Ermordeten, die entweder skalpiert oder denen die…

  • Pogrom in Baku: letzte Welle der AsSSR

    Alexija Kraft Universität Potsdam In der Nacht vom 19. zum 20. Januar 1990 stürmten die bis an die Zähne bewaffneten Sowjetsoldaten Baku und verübten ein blutiges Massaker. Einen derartigen Aufmarsch hatte die Stadt bis dahin nicht erlebt. Videoaufnahmen zeigten beinahe hollywoodähnliche Szenen – Schüsse und ein echtes Pogrom auf den Straßen Bakus. Was auf den ersten Blick durch die vielfältigen Aufnahmen und Winkel wie ein Spielfilm wirkte, war die grausame Realität einer ganzen Stadt und später eines ganzen Volkes. Als eine der ersten sowjetischen Republiken nahm Aserbaidschan ein eigenes Verfassungsgesetz an. Damit wurde am 23.09.1989 der Wunsch Aserbaidschans nach mehr Selbstbestimmung verdeutlicht. Auch die 1988 gegründete aserbaidschanische Volksfront, die die…

  • Pogrom in Baku – Schwarzer Januar von Baku

    “Am 20. Januar 1990 geschah etwas Einzigartiges in der Geschichte der Sowjetunion. Die Welt erfuhr nichts davon” Robert Kaplan: Reisen an die Grenzen der Menschheit. Wie die Zukunft aussehen wird, München 1996 https://www.youtube.com/watch?v=iycriOpR9jo&#038;t=16sIm Schatten ihres Untergangs verübte die Führung der Sowjetunion Anfang 1990 eine der blutigsten und in der westlichen Welt bis heute kaum wahrgenommenen Gewaltaktionen gegen das „eigene Volk“.   In der Nacht zum 20. Januar stürmten die bis an die Zähne bewaffneten Rotarmisten die aserbaidschanische Hauptstadt Baku, um dort die seit mehreren Monaten andauernden Massendemonstrationen gewaltsam aufzulösen und dadurch die Unabhängigkeistbewegung der Aserbaidschaner zu unterdrücken.   Ein furchtbares Massaker war die Folge: 147 Tote und mehr als 700…

  • Schwaben in Aserbaidschan – eine Reportage

    In der Region Agstafa im Westen Aserbaidschans an der Grenze zu Georgien kamen 1819 deutsche Siedler aus Schwaben. Sie waren aufgebrochen, um Armut und politischer Willkür zu entfliehen und fanden tausende Kilometer entfernt nicht nur eine neue Heimat, sondern auch einen Ort, an dem sie mit ihren Fähigkeiten wie z.B. dem Anbau von Wein wirtschaftlich Erfolgsgeschichte schrieben. Ähnliche Beiträge / Похожие записи:Konflikt um Bergkarabach - eine Reportage von EuronewsEine Sommerreise durch den Kaukasus - Auf…Wie erhält man eine Beschäftigungserlaubnis in…Reportage about Gabala (Qabala) in AzerbaijanEine Erdölstadt im Meer - Neft DashlariAnnenfeld (Schämkir) in Aserbaidschan - FOTOSIvanovka in Aserbaidschan - FOTOSLahic in Aserbaidschan - FOTOSEin russisches Dorf in AserbaidschanReisehinweise für Aserbaidschan

  • Molokans

    Molokanen: Geschichte und Gegenwart

    Asif Masimov Doktorand an der Humboldt-Universität zu Berlin Dieser Beitrag erschien auch in der IRS-Zeitrschrift Nr. 15  Herbst-Winter 2019  In der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts war die Kaukasusregion durch die Umsiedlungspolitik des zaristischen Russlands geprägt. In diesem Zeitraum wurden vie­le Völker sowohl aus der naheliegenden Region als auch dem tiefsten Europa ange­siedelt. Unter diesen angesiedelten Völkern befanden sich auch die Molokanen, wel­che wegen ihrer religiösen Anschauung vom zaristischen Russland vertrieben wur­den. Eine neue Heimat fanden die Anhänger des Molokanentums im Kaukasus im heutigen Aserbaidschan, in Armenien und Georgien. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich selbst aus einem in Aserbaidschan von Molokanen bevölkerten Dorf (Ivanovka) stamme, aber nicht zu dieser religiösen Strömung…

  • Aserbaidschan im Zweiten Weltkrieg. Einige interessante Fakten

    https://www.youtube.com/watch?v=kkzeFYAx3-E„Wenn wir das Öl von Baku nicht bekommen, ist der Krieg verloren“ sagte Adolf Hitler bei seiner Geburtstagsfeier im April 1942. Es gibt einen Propagandafilm, der ihn im Kreise seiner Generale zeigt. Als Vorgeschmack auf die für den September geplante Eroberung der Ölquellen am Kaspischen Meer hat man dem Führer eine geopolitische Torte gebacken, welche die Kaukasusregion darstellt. Hitler wählt das Kuchenstück mit der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Über 600.000 Aserbaidschaner (fast ein Sechstel der Gesamtbevölkerung) gingen im Zweiten Weltkrieg an die Front. Mehr als die Hälfte von ihnen kehrte nicht zurück. 1941, lange vor der Erschießung riesiger Ölfelder in Sibirien, wurden fast 80 Prozent des gesamten Ölbedarfs der Sowjetunion in…

  • Eine Erdölstadt im Meer – Neft Dashlari

    Eine Erdölstadt mitten im Meer. Ihr Name ist Neft Dashlari und liegt in Aserbaidschan. Auch uns in Deutschland beliefert diese Stadt mit Öl und wird gerne auch als achtes Weltwunder betitelt.https://www.youtube.com/watch?v=s-OuL9QbaI8 ASERBAIDSCHAN: LAND DES FEUERS – DOKU Aserbaidschan liegt in den Subtropen, jedoch unterscheiden sich die verschiedenen Regionen stark in Höhenlage, Temperatur und Niederschlagsmenge – von elf klassifizieren Klimatypen finden man neun im Land. Aserbaidschan liegt im Kaukasus bei 44 bis 52 Grad östlicher Länge und 38 bis 42 Grad nördlicher Breite. Fläche: 86.600 Quadratkilometer. <a href="http://www.masimovasif.net/aserbaidschan-land-des-feuers-doku/"> Mehr darüber </a> Ähnliche Beiträge / Похожие записи:Eine Sommerreise durch den Kaukasus - Auf…Wie erhält man eine Beschäftigungserlaubnis in…Schwaben in Aserbaidschan - eine…

  • Erdbeben in Spitak

    Flugzeugabsturz 1988 Spitak-Erdbeben Fakten

    Ein gut gehütetes Geheimnis der armenischen Seite im Zusammenhang mit dem Erdbeben von Spitak bleibt der Absturz von zwei Transportflugzeugen, die den Betroffenen zu Hilfe eilten. Am 11. Dezember, drei Tage nach dem Erdbeben, stürzte das Il-76 Frachtflugzeug mit 69 freiwilligen Helfern (davon 50 Aserbaidschaner) und 9 Besatzungsmitgliedern an Bord ab. Die Maschine befand sich auf dem Weg von Baku in die armenische Stadt Gjumri, als sie kurz vor dem Landeanflug in den nahegelegenen Berg prallte und zu Bruch ging. Nur ein Tag später kam es zu einem weiteren Absturz, diesmal nahe dem Flughafen Swartnoz von Jerewan. Die havarierte Flugmaschine vom Typ Antonow An-12 gehörte der Jugoslawischen Volksarmee an und…