• Der Bergkarabachkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan: Argumentationen Armenien vs. Aserbaidschan

    Vor zwei Wochen habe ich einen Artikel verfasst, der dem Jahrestag der Tragödie von  Chodschali gewidmet wurde. In meinem Artikel ging es vor allem um das Chodschali-Massaker und die Verantwortung der armenischen Streitkräfte (bzw. der heutigen armenischen Gesellschaft), die diese Ereignisse bzw. ihre Rolle auf allen Ebenen leugnen bzw. diesbezüglich immer wieder neue Rechtfertigungen finden. Sobald sich ein Aserbaidschaner mit einem Armenier trifft, werden immer kontroverse Argumentationen in Bezug auf den Bergkarabachkonflikt auf beiden Seiten dargelegt. Ein Krieg bzw. Konflikt zwischen Nachbarn, Nationen oder überhaupt Menschen ist immer tragisch. In einem Krieg gibt es keine Gewinner. Jede Seite verliert etwas. In Bezug auf den Bergkarabachkonflikt gibt es auf beiden Seiten…

  • Chodschali – Die blutende Wunde Aserbaidschans. (Warum Verschweigen keine Lösung ist)

    Matthias Wolf Sprachwissenschaftler und Lehrer (Potsdam) <p style="text-align: right;"><a href="https://www.alumniportal-aserbaidschan.de/2020/02/25/chodschali-die-blutende-wunde-aserbaidschans-warum-verschweigen-keine-losung-ist/?fbclid=IwAR2bL6Z92vG4rZVKe12zDd70YvGWttVyEyuf2w6pLDJmVJjUcX4HxkhtOdw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fürs Alumniportal Aserbaidschan </a></p> Ende Februar 1992: Mit russischer Unterstützung marschieren armenische Truppen in einer Nacht- und- Nebel-Aktion in eine Kleinstadt ein und ermorden über 600 unbewaffnete Zivilisten. Unter den Opfern befinden sich fast ausschließlich Frauen, Kinder und Alte. Von einem militärisch- strategischen Hintergrund ist also nicht auszugehen. Stattdessen geht es um eine Annektion. Seit den frühen 1920er-Jahren per Dekret des Obersten Sowjets in Moskau zu Aserbaidschan gehörte und schon immer von beiden Ethnien diesseits und jenseits der aserbaidschanisch-armenischen Grenze bewohnt wurde, soll nach dem Willen der neuen armenischen Regierung zum Staatsgebiet Armeniens zugeschlagen werden. Obwohl auch nach der…

  • Pogrom in Sumgait – Videografik

    https://www.youtube.com/watch?v=Dv8Hi8vywEY&t=1sAm 28. Februar 1988 kam es in der aserbaidschanischen Stadt Sumgait zu Pogromen gegen Armenier. Folge: 32 Tote, darunter 26 Armenier und 6 Aserbaidschaner Es war der Beginn ethnischund nationalistisch motivierter Gewaltausbrüche der damaligen Sowjetunion. Für viele Armenier einer der wichtigsten Gründe für die Abspaltung Bergkarabachs von Aserbaidschan. Doch was ging diesen tragischen Ereignissen wirklich voraus? Ende 1987 begann die armenische Seite, Aserbaidschaner aus ihren Heimatorten in der südarmenischen Region Kapan massenhaft zu vertreiben. Die allererste Flüchtlingswelle des wiederaufflammenden Bergkarabach-Konflikts erreichte Aserbaidschan im Januar 1988 aus dieser Region. Die Vertriebenen wurden in der Industriestadt Sumgait (20km nördlich von Baku) angesiedelt. Sie berichteten von Diskriminierungen und Gräueltaten, denen sie in Armenien…

  • Chodschali- warum Armenien zu seinen Verbrechen stehen muss.

    Am 22. Februar 2020 versammelten sich am Nachmittag auf dem Pariser Platz in Berlin rund eintausend Teilnehmer, um dem Jahrestag des Chodschali-Massakers zu gedenken. In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1992 griffen armenische Einheiten die aserbaidschanische Stadt Chodschali an, wobei Zivilisten auf brutale Weise ermordet wurden. Die armenischen Einheiten übten das Attentat mithilfe des 366. motorisierten russischen Schützenregiments aus. Infolge dieses grauenvollen Massakers gab es 613 Todesopfer, darunter befanden sich 106 Frauen und 63 Kinder. Von 1275 Geiseln sind 150 bis heute spurlos verschwunden.   Diese Ereignisse werden von der Seite Aserbaidschans als Völkermord bezeichnet, da die armenischen Einheiten die kleine Stadt Chodschali komplett ausgelöscht haben. Ob…

  • Chodschali Berlin © masimovasif.net

    Chodschali-Demo in Berlin

    CHODSCHALI-DEMO IN BERLIN Vom 25. auf den 26. Februar 1992 haben armenische Truppen mit Unterstützung von Einheiten des 336. russischen Motorschutzenregiments die aserbaidschanische Stadt Chodschali vernichtet. Kampfwagen der Infanterie und Panzerfahrzeuge zerquetschten die Einwohner der Stadt. Sie erschossen alte, Frauen und Kinder aus unmittelbarer Nähe, sie skalpierten Kriegsgefangene, rissen ihnen die Fußnägel heraus, den Toten stachen sie die Augen aus, schnitten ihnen die Ohren ab; die einzige Schuld der Leute bestand darin, dass sie Aserbaidschaner waren… Im ausgehenden 20 Jahrhundert wurde Chodschali (Hocali) zum Symboder Grausamkeit des Menschen am Menschen. weiterlesen… https://www.youtube.com/watch?v=Ckm2hMzKJDY&feature=youtu.behttps://www.youtube.com/watch?v=m10hN-DtxLo&feature=youtu.be Credit: Gurban Mammadov Credit: Gurban Mammadov Credit: Gurban Mammadov http://www.masimovasif.net/wp-content/uploads/2019/02/WhatsApp-Video-2019-02-25-at-00.03.46.mp4 Credit: Gurban Mammadov

  • Uwe Halbach

    Interview mit Kaukasus-Experte Dr. Uwe Halbach

    Interview mit Kaukasus-Experte und ehemaligem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin Uwe Halbach. Fragen: 1. Herr Halbach, „Karabach-Armenier wurden in der Sowjetzeit genozidiert“, „Stalin hat Karabach an Aserbaidschan verschenkt“, „Bis 1918 gab es keine Staatlichkeit in Aserbaidschan“ etc. Wie stehen Sie zu diesen Behauptungen? 0:20 2. Nach Aprilkämpfen 2016 erwarb Armenien hochmoderne russische „Iskandär“-Offensivraketen. Was bedeutet dieser Schritt für weitere Dimension des Berg-Karabach-Konfliktes? 4:48 3. Glauben Sie, Russland werde nach der Krim-Annexion einem ähnlichen Muster auch im Falle Abchasiens und Südossetiens folgen? 9:35 4. Warum sind aus ihrer Sicht die Ergebnisse der Gallup-Umfrage von 2015, wonach Armenier und Georgier mehr, Aserbaidschaner dagegen weniger religiös ausgeprägt sind, überraschend?…

  • Xan Shushinski – Mugham

    Mugham ist eine reiche philosophische und literarische Musik. Der Mugham-Interpret überliefert die alte Kultur von Generation zu Generation. Dabei ermöglicht er den Menschen, an ewige Wahrheiten zu denken und moralische Ruhe zu finden. Mugham ist in Aserbaidschan sowohl als Sologesang, als auch als Instrumental-Mugham-Interpretationen können sehr verschieden sein. In Aserbaidschan existieren viele bekannte Mughamschulen. Obwohl Mugham im ganzen Land verbreitet ist, sind die zentralen Punkte der Mughamschulen in Baku, Schamachi, Gändschä, Nachitschewan und Schuscha. Die Mugamschule Karabach wurde vorwiegend in Schuscha gestaltet. Nicht umsonst nennt man Schuscha das Musikkonservatorium des Orients. Mehriban Äliyeva Erste Vizäpräsedentin der Republik Aserbaidschan

  • Heiko Langner

    Gespräch mit Heiko Langner – Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag

    Im Rahmen des Talk&Cay Projekts war am 10. Juli 2015 Heiko Langner  zu Gast beim ASN-Büro in Berlin. Der Berliner Politikwissenschaftler beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Südkaukasusregion. 2009 ist beim Berliner Köster-Verlag sein  Buch „Krisenzone Südkaukasus. Berg Karabach, Abchasien und Südossetien im Spannungsfeld von Identität, Völkerrecht und geopolitischen Interessen“ erschienen. Außerdem arbeitet er hauptberuflich   als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Katrin Kunert. Auf der Veranstaltung wurde über unterschiedliche Themen in Bezug auf Aserbaidschan sowie über den Berg-Karabach-Konflikt mit Armenien gesprochen.. An dem  Gespräch waren  nicht nur Mitglieder der ASN beteiligt, sondern auch zwei Vertreter des Jüdischen Studentenzentrums haben die Runde mit ihren Fragen bereichert. Zunächst hat…